Stärken Vereinen: Die EU-Regulierung zu Sorgfaltspflichten entlang von Lieferketten Deutsch-französische Debatte Im März 2021 forderte das EU-Parlament durch einen legislativen Initiativbericht einen ambitionierten Gesetzesvorschlag für die Regulierung von unternehmerischen Sorgfalts- und Rechenschaftspflichten. Hierdurch sollen weitreichenden Pflichten für europäische Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte und zur Reduzierung von umweltbezogenen Risiken entlang von Lieferketten erwirkt werden. Die EU-Kommission steht nun in der Pflicht, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen. Die Euphorie über ein Gesetz, welches die stärksten Eigenschaften der bestehenden nationalen Gesetze und EU-Regulierungen vereint, war zunächst groß. Die Forderungen des EU-Parlaments gehen weit, z.B. im Hinblick auf umweltbezogene Sorgfaltspflichten, klare Bestimmungen zu zivilrechtlicher Haftung und die Einbeziehung einer größeren Anzahl von Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette. Doch mittlerweile überwiegt die Sorge, dass die erfolgreiche Interessensvertretung von europäischen Unternehmen einen großen Wurf verhindern wird. Die Fondation Jean-Jaurès und die Friedrich-Ebert-Stiftung wollten mit dieser Veranstaltung auf die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Gesetzesinitiative des EU-Parlaments hinweisen. In einem deutsch-französischen Gespräch haben Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Dominique Potier, Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, die beide an den nationalen Gesetzen zu Sorgfaltspflichten – dem „Loi de Vigilance“ von 2017 in Frankreich und dem deutschen „Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“ von 2021 – mitgewirkt haben, gemeinsam mit Frédérique Lellouche, konföderale Sekretärin der CFDT, darüber diskutiert, was eine EU-Regulierung verbessern und erwirken kann, und wie die Erfahrungen aus Deutschland und Frankreich gewinnbringend in ein europäisches Gesetz eingebracht werden können. Programm 17 Uhr Begrüßung Thomas Manz, Leiter des Pariser Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung 17:10 Uhr Diskussion Dr. Bärbel Kofler MdB, Parlamentarische Staatsekretärin bei der Ministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dominique Potier, Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Angelegenheiten Frédérique Lellouche, konföderale Sekretärin der CFDT, zuständig für CSR und Governance, Präsidentin der Plattform CSR Moderation: Christian Chavagneux, Wirtschaftswissenschaftler und Kolumnist des Wirtschaftsmagazins Alternatives Economiques Deutsch-französische Simultanübersetzung Replay Dieses Video wird über Youtube zur Verfügung gestellt. Um es anzusehen, müssen Sie unseren Marketing-Cookies zustimmen. Weitere Hinweise finden Sie in den ausführlichen Datenschutzhinweisen. Marketing-Cookies akzeptieren und Video laden