Die EU nach der Wahl: Welche Perspektiven für ein soziales Europa? 10/03/2024 22:00 to 10/03/2024 22:00 - Paris Terminexport im ICS-Format Deutsch-Französische Konferenz mit Réalités du Dialogue Social Am 4. Oktober 2024 fand eine Diskussion zum Thema sozialpolitische Agenda in der EU statt, die vom Think Tank Réalités du Dialogue social mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Paris organsiert wurde. Auf dieser Konferenz sind Spitzenvertretr_innen von Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen aus Frankreich und Deutschland der Frage nachgegangen, welche sozialpolitischen Prioritäten sie mit Blick auf die neue Amtszeit des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission setzen wollten. Der Austausch machte deutlich, wie unterschiedlich aufgestellt die Sozialpartnerschaft in den beiden Ländern angesichts der künftigen Umsetzung der Richtlinien ins nationale Recht sind. Dabei gaben die deutlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern in Sachen Wettbewerbsfähigkeit und Regulierung Aufschluss darüber, welche politischen Herausforderungen beim Ausbau einer soliden Sozialpolitik in Europa anstehen. Programm 09h00 Grußworte Jean-Yves PETIT, Vorsitzender von Réalités du dialogue social Mathilde Tabary, Personalleiterin von Clariane 09h30 Welche sozialpolitische EU-Politik wollen wir? Welche Erwartungen haben die französischen und europäischen Sozialpartner an die Politik in Europa? Dazu hat Réalités du Dialogue Social im Vorfeld der Europawahl in einer Erhebung 15 Spitzenvertreter_innen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden gefragt. Präsentation der wichtigsten Erkenntnisse durch Maud Stephan, Generaldelegierte von Réalités du dialogue social 9h45 Wie geht es jetzt weiter? Diskussion der europäischen Sozialpartner über die sozialpolitische Agenda Europas Welche Prioritäten der Sozialpolitik werden für die Amtszeit 2024-2029 gesetzt? Ist eine Stärkung des europäischen sozialen Dialogs zu erwarten? Welche Mittel gibt es, um bei der Umsetzung der sozialpolitischen Agenda Interessen der Beschäftigten und Unternehmen zielorientiert und bürgernah nachzukommen? Maxime Cerutti, Abteilungsleiter Sozialpolitik bei BusinessEurope Joël Le Deroff, Policy Officer Sozialer Dialog der GD Beschäftigung, Soziales und Integration der europäischen Kommission Jean-Michel Pottier, Vertreter des französischen Arbeitgeberverbands CPME im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) Isabelle Schömann, stellvertretende Generalsekretärin des europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) Moderation: Marie-Noëlle Lopez, Mitbegründerin des Beratungsbüros NewBridges 11h00 Die Herausforderungen der EU-Sozialpolitik für Beschäftigte und Unternehmen in Frankreich und Deutschland In der bisherigen Legislaturperiode wurden viele sozialpolitische EU-Richtlinien auf den Weg gebracht (Mindestlohn, Lohntransparenz, CSRD, Lieferkettengesetz). In den kommenden Jahren sollen sie in nationales Recht umgesetzt werden. Wie wirken sich die beschlossenen gesetzgeberischen Initiativen auf die tägliche Lebenswirklichkeit von Unternehmen und Arbeitnehmer_innen Frankreichs und Deutschlands aus? Wie können die Institutionen des sozialen Dialogs auf nationaler und europäischer Ebene (EBR) den gesetzgeberischen Prozess in den beiden Ländern beeinflussen? Was bleibt zu tun? Welche Richtungen sind in der europäischen Sozialpolitik erwünscht und wünschenswert? Rémi Boyer, Personalleiter der Clariane-Group, Geschäftsführer von Clariane Deutschland Livia Hentschel, Referatsleiterin, Abteilung Europa und Internationales des Deutschen Gewerkschaftsbundes, DGB Anthony Perrocheau, Sekretär des europäischen Betriebsrates von Thales, CFDT Branislav Rugani, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, zuständig für Internationales und Europa, FO Moderation: Benjamin Schreiber, Friedrich-Ebert-Stiftung Paris 12h30 Ende