Dominique Andolfatto

Gewerkschaften und sozialer Dialog

Frankreichs Erfahrungen während der Pandemie. Von Dominique Andolfatto, Professor an der Université de Bourgogne

Zu Beginn der Pandemie hatten die Sozialpartner in Frankreich unausgesprochen eine Art sozialen Burgfrieden geschlossen. Auch die die Gewerkschaften waren anfangs von einer solchen Strategie überzeugt, zeigten sich verantwortungsbewusst und bemühten sich über den sozialen Dialog, gemeinsam Einfluss auf die Politik auszuüben. Die Regierung zeigte sich offen dafür, bei der Gestaltung ihrer Politik die Sozialpartner regelmäßig anzuhören, doch zeigten sich diese bald mit diesem Austausch unzufrieden, da es sich nur um Anhörungen handelte und die Regierung letztlich stets im Alleingang entschied. In einer zweiten Phase intensivierte sich der soziale Dialog zunächst vor allem durch die Wiederbelebung von überbetrieblichen Verhandlungen, um dann jedoch wieder in die traditionellen Verhaltensmuster zu verfallen, die einem Stillstand des sozialen Dialogs gleichkommen. Dominique Andolfatto zeichnet die verschiedenen Etappen und ihre strukturellen Hintergründe nach.

Andolfatto, Dominique

Gewerkschaften und sozialer Dialog

Frankreichs Erfahrungen während der Pandemie
Paris, 2021

Publikation herunterladen (120 KB, PDF-File)

Friedrich-Ebert-Stiftung 
Büro Paris

41 bis, bd. de la Tour-Maubourg
75007 Paris
France

+33 (0)1 45 55 09 96
+33 (0)1 45 55 85 62

fes(at)fesparis.org

nach oben